Uster: UHC Uster verliert 3:5 bei den Tigers Langnau

Der UHC Uster ZH hat bei den Tigers Langnau in Biglen BE 3:5 verloren. Trotz Anschlusstreffer im Schlussdrittel fehlte den Zürcher Oberländern die Effizienz.

Anders als beim Overtime-Auswärtssieg am Sonntag davor bei Wiler-Ersigen kehrt der UHC Uster von seinem zweiten Emmental-Trip innerhalb von acht Tagen ohne Punkte ins Zürcher Oberland zurück. Obwohl man im Schlussdrittel einen Dreitorerückstand zeitweise auf eine Länge reduzieren konnte, führte die insgesamt fehlende offensive Effizienz zur 3:5-Niederlage bei den Tigers Langnau.
Die erste von zwei wirklich guten Phasen des UHC Uster an diesem Abend bekamen die Zuschauer in der Unihoc Arena Biglen in der ersten Hälfte des Startdrittels zu sehen, eingeläutet durch den Führungstreffer Johannes Wilhelmssons in der sechsten Spielminute. Gegenspieler Noah Flury gewährte dem UHCU-Schweden genügend Raum, dass sich dieser nach einem klugen Zuspiel seines jungen Teamcaptains Timon Anderegg den Ball zurechtlegen und unhaltbar für Tigers-Keeper Roman Beck in die entfernte obere Ecke schlenzen konnte. Die Zürcher Oberländer hätten beinahe noch nachlegen können, doch hämmerte Jhonan Meier den Ball nach Pass von Matteo Gervasoni an den Pfosten statt ins Netz.
Dazwischen hatten die Gäste allerdings Glück gehabt, dass Linus Chrétien nach eigenem Ballverlust in der eigenen Hälfte den folgenden Abschluss Tim Glückis zu blocken vermochte. Doch der Emmentaler Torerfolg war damit nur aufgeschoben: In Minute 13 spielte Kevin Kropf nach einem Schuss von Kollege Flury ins Aussennetz den Ball mit guter Übersicht backhand auf den allein vor UHCU-Keeper Alessio Mura stehenden Jan Lauber, der sich nicht zweimal bitten liess. Keine drei Minuten später besorge dasselbe Duo mit vertauschten Rollen den Führungstreffer der Raubkatzen, indem Lauber einen sehenswerten Spielzug mit einem perfekten Zuspiel in den Lauf des Torschützen Kropf, das mit Ted Nivestam und Anderegg gleich zwei Ustermer Defensivkräfte schachmatt setzte, krönte.
Schade, hatte kurz davor Josia Pfister den Ball vor dem Tigers-Gehäuse nach einem Pass Adam Lundgrens nicht unter Kontrolle bringen können.
Mann des mittleren Spielabschnitts war aus Ustermer Sicht ganz klar Alessio Mura. Der Zürcher Oberländer Keeper sorgte mit mehreren tollen Paraden dafür, dass die Tigers mit dem Powerplaytor durch Captain Simon Steiner gut zwei Minuten vor der Pausensirene bei laufender Strafe gegen Daniel Jānis Anis nur einen einzigen weiteren Treffer aus diesen zweiten 20 Minuten generieren konnten. Die Ustermer traten offensiv selten in Erscheinung.
Die besten Momente hatte diesbezüglich Gervasoni, der in Minute 25 Beck einem einigermassen nennenswerten Test unterzog und knappe fünf Zeigerumdrehungen später nach einem tollen Sololauf den Abschluss leider verzog.
Usters Ambitionen, den Zweitorerückstand im Schlussdrittel wettzumachen, erhielten nur gerade 13 Sekunden nach Wiederanpfiff einen argen Dämpfer: Zwar hatten die Zürcher Oberländer das Anspiel für sich entscheiden können, den Ball aber dann hinter dem eigenen Tor verloren, indem das dieser unglücklich am Gehäuse hängenblieb, so dass in weiterer Folge Thomas Gfeller mit einem satten Weitschuss zum 4:1 einnetzen konnte. Aber die Ustermer reagierten und setzten zur zweiten guten Phase in dieser Partie an. In Minute 45 nutze Anis auf Kurzpass Nivestams ein Powerplay zum zweiten Zürcher Oberländer Torerfolg des Abends.
Fünf weitere Zeigerumdrehungen später krönte der ebenfalls von Nivestam lancierte Anderegg einen wiederum auffälligen Auftritt an diesem Abend mit einem sehenswerten Treffer in den entfernten Bügel zum 3:4-Anschlusstreffer. Mit etwas mehr Fortune (Nivestam, Yves Klöti) wäre in dieser Phase noch mehr möglich gewesen. Der Zürcher Oberländer Lauf erfuhr allerdings eine harte Zäsur, als keine zwei Minuten darauf Luca Fankhauser für das Heimteam mit etwas Glück die Zweitoreführung wieder herstellen konnte.
Leider ergab sich daraus nun auch wieder ein sichtlicher Bruch im zuvor ansehnlichen Ustermer Offensivspiel, so dass die Tigers das 5:3 letztlich ohne grosses Aufheben über die Runden brachten.






