UHC Uster verliert Derby trotz spätem Comeback in Overtime

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Greifensee,

Der UHC Uster gleicht kurz vor Schluss aus, muss sich dem HC Rychenberg aber dennoch in der Verlängerung mit 5:6 geschlagen geben.

UHC Uster
Der UHC Uster ist ein Unihockeyverein aus Uster. Heimspielstätte des Vereins ist die Sporthalle Buchholz. - Keystone/ Grafik Nau.ch

Wie der UHC Uster mitteilt, brachte Tim Aeschimann den HC Rychenberg knapp vor Ablauf der 44. Spielminute erstmals in dieser Begegnung in Führung. Dem 5:4 für das Heimteam war etwas wenig Gegenwehr der Ustermer vor dem eigenen Gehäuse vorangegangen.

Wenig später bot sich den Winterthurern sogar die Möglichkeit, den Vorsprung auszubauen, nachdem eine Intervention Albert Koskinens gegen seinen Landsmann Dani Jaaranen bei dessen Abschlussversuch als penaltywürdig taxiert worden war, doch UHCU-Keeper Sebastian Kuhn behielt im Duell Mann-gegen-Mann mit Kontrahent Loïc Aurel Ammann die Oberhand.

Der Ustermer Goalie war weiterhin gefordert, erledigte seine Sache aber gegen den nach seiner Ellbogenverletzung im November erstmals wieder aufs Spielfeld zurückgekehrten Johan Larsson ebenso souverän wie bei der durch einen Fehlpass Timon Andereggs ermöglichten Shorthanderchance durch HCR-Captain Manuel Maurer während einer zweiminütigen Zürcher Oberländer Überzahl und auch – wieder bei Gleichstand der Kräfte – gegen Ammann. Dazwischen rettete einmal der Pfosten beim Abschluss Kimo Oeschs.

Späte Strafe und bitteres Overtime-Ende

Die Quittung für die mangelnde Effizienz erhielten die Eulachstädter vier Minuten vor der Sirene, als die Ustermer zu einem Drei-gegen-eins-Konter mit dem ballführenden Johannes Wilhelmsson, flankiert von Daniels Jānis Anis und Yves Klöti, anlaufen konnten. Usters Topskorer entschied sich für den Pass nach rechts zu Klöti, der sein Team mit seinem zweiten Treffer des Abends in die Verlängerung rettete.

Diese dauerte dann allerdings nicht einmal ganze drei Minuten, bis Oesch ein Zuspiel von seinem hinter dem Zürcher Oberländer Tor durchgelaufenen Kollegen Oskar Weissbach zum Siegtreffer einnetzen konnte.

Torreiches Pingpong im Startdrittel

Die ersten beiden Spielabschnitte dieses Mittwochabends, 7. Januar 2026, waren resultatmässig ein Pingpong-Spiel: Bereits im Startdrittel hatte Uster zweimal vorlegen können, doch schritten die beiden Teams mit einem 2:2-Remis zum ersten Pausentee.

Nachdem UHCU-Topskorer Wilhelmsson mit einem trockenen Abschluss in der zwölften Spielminute den Score eröffnet hatte, benötigten die Winterthurer nur gerade anderthalb Zeigerumdrehungen, um durch einen Onetimer-Hammer Aeschimanns auszugleichen.

Etwas Glück stand dann den Zürcher Oberländern beim 2:1 bei: Eigentlich hatte der Rychenberger Levin Conrad das Zuspiel Wilhelmssons auf Yves Klöti schon abgefangen, doch konnte er den Ball nicht kontrollieren, so dass dieser doch noch vor die Kelle des Zweitliniencenters rollte, der unhaltbar für HCR-Torhüter Eric Kunz einnetzte.

Äusserst ärgerlich dann, dass man direkt im Anschluss nicht ganz bei der Sache war und dadurch dem Heimteam nur gerade neun Sekunden später auf leichtfertige Weise den erneuten Ausgleich durch Noah Püntener ermöglichte.

Ausgleich nach intensivem Schlagabtausch

Es waren dann allerdings zum Auftakt des Mitteldrittels die Ustermer, die ein ebensolches Zuspiel Andereggs aus der Zone hinter dem gegnerischen Tor zum zentral vor dem Gehäuse stehenden Wilhelmsson zur erneuten Führung zu nutzen wussten. In der Folge hatten beide Teams die Möglichkeit eines zweiminütigen Überzahlspiels.

Usters Powerplay brachte nur in begrenztem Mass Gefahr vor Kunz, dasjenige Winterthurs ebenso, schloss aber immerhin mit einem deftigen Lattenknaller Aeschimanns. Nachdem erst Usters Finne Albert Koskinen und danach Rychenbergs Mutter aus aussichtsreicher Position gescheitert waren, erzielte das Heimteam auf etwas glückliche Weise durch Ammann dann doch zum dritten Mal in dieser Partie den Ausgleichstreffer.

Nivestams Traumtor hält nicht lange

Das Tor des Abends ging auf die Kappe Ted Nivestams: In Minute 36 liess der Uster-Schwede in der eigenen rechten Ecke mit Hilfe der Bande die beiden Winterthurer Ammann und Maurer aussteigen und liess sich dann auch vom körperlich unterlegenen Rychenberger Oesch nicht mehr vom erfolgreichen Torschuss zum 4:3 abhalten. Dem Heimteam gelang es nur 25 Sekunden nach Anpfiff zum dritten Spielabschnitt, der erneute Ausgleich.

Dieser war zum grossen Teil Assistgeber Mutter zu verdanken, der an der rechten Seite durchlief und aus vollem Lauf den langen Backhandpass zu Aeschimann spielte. In der folgenden Phase musste Kuhn der Reihe nach gegen Jaaranen, Ammann und Conrad retten, konnte dann aber die erstmalige Führung des Heimteams durch Aeschimann nicht verhindern.

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