Mönchaltorf ZH: Budget 2027 schliesst mit kleinem Minus ab

    Gemeinde Mönchaltorf
    Gemeinde Mönchaltorf

    Uster,

    Die Gemeinde Mönchaltorf ZH rechnet für 2027 mit einem Aufwandüberschuss von 85'800 Franken. Der Steuerfuss soll bei 108 Prozent bleiben.

    Mönchaltorf ZH
    Das Gemeindehaus Mönchaltorf (Symbolbild) - Nau.ch / Manuel Walser

    Das Budget 2027 sieht einen Aufwand von Fr. 35'758'100.-- und einen Ertrag von Fr. 35'672'300.-- vor. Der Aufwandüberschuss beträgt somit Fr. 85'800.-- bei einem mutmasslichen einfachen Gemeindesteuerertrag (100%) von Fr. 10'406'481.-- und einem Steuerfuss von 108%.

    Die im Aufwand enthaltenen ordentlichen Abschreibungen des Verwaltungsvermögens betragen Fr. 1'849'800.--. Das Budget wird den Mönchaltorfer Stimmberechtigten an der Gemeindeversammlung vom 7. Dezember 2026 zur Abnahme vorgelegt.

    Das Budget 2027 wird wesentlich durch die steigenden Aufwendungen in den Bereichen Asylwesen und Sozialhilfe geprägt. Im Sozialbereich wird gegenüber dem Vorjahresbudget ein Mehraufwand von knapp Fr. 670'000.-- erwartet.

    Besonders die Kosten für das Asylwesen sowie die wirtschaftliche Sozialhilfe nehmen zu. Gründe dafür sind die Vorgaben zur Erfüllung der Aufnahmekontingente, höhere Ansätze pro asylsuchende Person sowie die zunehmende Komplexität der Fälle in der wirtschaftlichen Sozialhilfe.

    Auch bei den Personalkosten ist ebenfalls ein Anstieg zu verzeichnen. Gegenüber dem Budget des Vorjahres erhöhen sich diese um rund Fr. 360'000.--.

    Dies ist insbesondere auf den gestiegenen Personalbedarf bei den Lehrpersonen aufgrund der höheren Schülerzahlen sowie zusätzlicher Lektionen für integrierte Sonderschülerinnen und Sonderschüler zurückzuführen. Zudem wurden offene Verwaltungsstellen vermehrt mit erfahrenen Mitarbeitenden besetzt. Gleichzeitig konnten die Kosten für den Einsatz externer Fachkräfte reduziert werden.

    Im Bereich Bildung wird der Nettoaufwand gegenüber dem Vorjahresbudget um Fr. 463'500.-- höher veranschlagt. Im Vergleich zur Jahresrechnung 2025 entspricht dies einer Zunahme von rund Fr. 1,0 Mio. Für die Schulliegenschaften wurde ein Betrag von Fr. 50'000.-- für die erste Phase des Wettbewerbsprojekts «Ersatz Turnhalle Hagacher inkl. gemeinsamer Standort für Kinderbetreuung» ins Budget aufgenommen. In der Sekundarstufe fallen zudem Mehrkosten von rund Fr. 150'000 für zusätzliche Lektionen zugunsten integrierter Sonderschülerinnen und Sonderschüler an.

    In der Investitionsrechnung 2027 sind im Verwaltungsvermögen Ausgaben von Fr. 10'772'000.-- und Einnahmen von Fr. 716'000.-- budgetiert. Die Nettoinvestitionen betragen Fr. 10'056'000.--.

    Im Finanzvermögen sind weder Ausgaben noch Einnahmen geplant.

    Im Bericht der Finanzplanung wird hinsichtlich der anstehenden grossen Investitionsprojekten (Projekt «Neues Gemeindehaus mit Wohngebäude und Tiefgarage», «Ersatz Turnhalle Hagacher inkl. gemeinsamer Standort für Kinderbetreuung», etc.) von einer Anpassung des Steuerfusses abgeraten.

    Ausblick

    Mit höherer Einwohnerzahl wird in der fünfjährigen Planungsperiode von einer weiteren Zunahme der Erträge ausgegangen (Steuern und Ressourcenausgleich). Die Grundstückgewinnsteuern leisten weiterhin einen wichtigen Finanzierungsbeitrag. Der Haushalt wird wegen teilweise steigen der Kosten, insbesondere im Bereich Soziale Sicherheit, belastet.

    Die Anzahl Schülerinnen und Schüler sinkt, dennoch wird mit steigenden Bildungsausgaben (u.a. aufgrund neuem Lehrpersonalgesetz) gerechnet. Die Kapitalfolgekosten der geplanten hohen Investitionen wirken sich ebenfalls ungünstig auf den Haushalt aus. Anpassungen der Steuergesetzgebung führen insgesamt zu einer abgeschwächten Entwicklung der Steuererträge (v.a. Abschaffung Eigenmietwert, kurzfristig erhöhter Liegenschaftenunterhalt).

    Am Ende der Planung zeigt sich mit stabilem Steuerfuss ein Defizit von 0,5 Mio. Franken und das Eigenkapital stabilisiert sich bei 40,9 Mio. Franken. Über die ganze Fünfjahresperiode liegt die Selbstfinanzierung bei 8,4 Mio. Franken, womit die hohen Investitionen im Verwaltungsvermögen von 26,9 Mio. Franken zu 31% gedeckt werden können. So wird das Nettovermögen abgebaut. Es beträgt am Ende der Planung 5,6 Mio. Franken.

    Der Gemeindeversammlung vom 7. Dezember 2026 werden voraussichtlich folgende Geschäfte zur Beschlussfassung vorgelegt:

    1. Genehmigung des Budgets 2027 und Festsetzung des Steuerfusses für das Steuerjahr 2027 auf gleichbleibenden 108%.

    2. Genehmigung eines Investitionskredites von Fr. 358'000.-- für den Ersatz des Hartplatzes der Schulsportanlage Rietwis (inkl. zusätzliche Anschlüsse für Chilbi Betrieb).

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