Jahresrechnung 2025 schliesst besser ab als erwartet

Die Gemeinde Hinwil schliesst die Jahresrechnung 2025 mit einem Aufwandüberschuss von 1,36 Millionen Franken ab – deutlich tiefer als budgetiert.

Der Gemeinderat hat die Jahresrechnung 2025 zuhanden der Gemeindeversammlung vom 10. Juni 2026 verabschiedet, berichtet die Gemeinde Hinwil. Die Erfolgsrechnung 2025 schliesst bei einem Gesamtaufwand von 71’323’758,15 Franken und einem Gesamtertrag von 69’961’605,15 Franken mit einem Aufwandüberschuss von 1’362’153,00 Franken ab.
Gegenüber dem budgetierten Aufwandüberschuss von 3’216’858,00 Franken schliesst die Rechnung um 1’824’705,00 Franken besser ab als budgetiert. Mehrerträge sind bei den Grundstückgewinnsteuern (206’000 Franken) und bei den allgemeinen Gemeindesteuern (2’263’000 Franken) zu verzeichnen.
Minderaufwendungen resultieren in den Bereichen Behörden und Verwaltung (121’000 Franken) und Öffentliche Ordnung und Sicherheit (306’000 Franken), Verkehr und Nachrichtenübermittlung (473’000 Franken) und Umweltschutz und Raumordnung (181’000 Franken). Mehraufwendungen sind in den Bereichen Gesundheit (1’144’000 Franken) und Soziale Sicherheit (554’000 Franken) angefallen.
Nettoinvestitionen bleiben unter Plan
Die Investitionsrechnung weist bei Ausgaben von 9,771 Millionen Franken und Einnahmen von 5,957 Millionen Franken gesamthaft Nettoinvestitionen von 3,814 Millionen Franken aus. Budgetiert waren Nettoinvestitionen 14,151 Millionen Franken.
Die Schlussarbeiten am Erweiterungsbau der Feuerwehr beliefen sich auf 301’000 Franken, die Sanierung der Umgebung und des Belages beim Mehrzweckgebäude Eisweiher auf 131’000 Franken.
Bei der Walderstrasse (Baugebiet Hinwil) belaufen sich die Investitionen auf 1,430 Millionen Franken. Für die Behebung von Schwachstellen bei Radweg und Bushaltestellen sind Investitionen über 205’000 Franken getätigt worden.
Investitionen in Infrastruktur und Finanzvermögen
Die Umwandlung der Gruppenwasserversorgung Zürcher Oberland (GWVZO) in eine öffentlich-rechtliche AG weist einen Nettoaufwand von 2,379 Millionen Franken aus, und für den Neubau der Eliminationsstufe für Mikroverunreinigungen sind netto 332’000 Franken investiert worden, für die Erstellung des Energiespeichers 266’000 Franken.
Der Kanton Zürich hat den gesprochenen Beitrag über 3,100 Millionen Franken an den Neubau der Sportanlage Hüssenbüel überwiesen.
Die Investitionsrechnung des Finanzvermögens weist Ausgaben von 202’000 Franken für die Unterhalts- und Sanierungsarbeiten an der Zürichstrasse 6 und beim Gasthof Hirschen bei Finanzliegenschaften aus.
Handlungsbedarf beim Cash-Flow
Der Gemeinderat hat mit Beschluss vom 19. Juli 2019 für die Politische Gemeinde Hinwil die finanzpolitischen Ziele definiert. Das Cash-Flow-Ziel von mindestens 2,50 Millionen Franken aus dem Steuerhaushalt ist mit 1,268 Millionen Franken nicht erreicht worden.
Das Eigenkapital beträgt neu 50,182 Millionen Franken und liegt damit weiterhin über der definierten Bandbreite von 15 bis 30 Millionen Franken. Die Nettoschuld pro Einwohner beträgt per Ende 2025 969 Franken (Ziel Nettoschuld von maximal 1’500 Franken).
Die Jahresrechnung 2025 fällt insgesamt besser aus als erwartet und bestätigt, dass die Gemeinde finanziell solide aufgestellt bleibt. Gleichzeitig zeigt das Ergebnis aber auch Grenzen auf: Das verfehlte Cash-Flow-Ziel und die strukturell steigenden Kosten in Bereichen wie Gesundheit und Soziales mahnen zu einer sorgfältigen Priorisierung der Mittel.
Trotz des hohen Eigenkapitals und der tiefen Nettoverschuldung bleibt die finanzielle Entwicklung damit kein Selbstläufer. Eine vorausschauende und disziplinierte Finanzpolitik des Gemeinderats und der Verwaltung bleibt weiterhin notwendig.






