Gefährdete Bäume am Spitalareal müssen gefällt werden

Auf dem Areal des alten Spitals in Rüti ZH müssen fünf gefährdete Bäume entfernt werden. Ersatzpflanzungen sind geplant, die Fällungen starten Mitte März.

Auf dem Areal des alten Spitals Rüti müssen fünf Bäume gefällt werden, berichtet die Gemeinde Rüti ZH. Aus Sicherheitsgründen wird ein erster Baum noch im März gefällt. Aus Rücksicht auf brütende Vögel und weil kein grosses Sicherheitsrisiko besteht, werden die anderen Bäume voraussichtlich erst im Herbst gefällt. Für alle Bäume pflanzt die Gemeinde neue Bäume.
Weil sich der Zustand der fünf alten Bäume sichtbar verschlechterte, hat die Gemeinde Rüti den Zustand von einem Experten überprüfen lassen.
Eine Blutbuche ist stark vom Brandkrustenpilz geschädigt, und sie ist ein Sicherheitsrisiko für Menschen und Verkehr. Zudem eignet sich der Standort nicht für diesen Baum, der als Baum Nr. 42 geführt wird.
Eine deutlich lichter werdende Baumkrone und kahler werdende Einzeläste waren weitere Zeichen dafür, dass es dem rund 20 Meter hohen Baum schlecht geht und er nicht mehr vital genug ist.
Schwach und brüchig: Lebensbäume und Atlaszeder gefährdet
Ein Abendländischer Lebensbaum (Nr.80) befindet sich in einer angehenden Zerfallsphase, wie der hinzugezogene Baumexperte ausführt. Der zwölf Meter hohe Baum altert beschleunigt, es drohen abbrechende Äste. Die Nr. 81 aus der gleichen Baumfamilie ist zehn Meter hoch und weist abgestorbene Wipfelsektoren wegen Nadelpilzbefall aus.
Der Schlauchpilz hat die 20 Meter hohe Atlaszeder befallen. Die gesamte Baumkrone ist sehr unbeständig benadelt, der Nadelverlust ist über 70% grösser als bei einem gesunden Baum; zudem ist der Baum erheblich verlichtet. Die «Baumfitness» ist bei der Zeder «massivst geschwächt», eine Wachstumsregeneration sei deshalb nicht mehr möglich.
Bei einer weiteren Blutbuche ist die obere Baumkrone augenfällig vergilbt. Der etwa 20 Meter hohe Altbaum befindet sich in der angehenden Zerfallsphase. Er leidet unter massiver Rindennekrose, also unter abgestorbener Rinde, wofür ein Bakterium verantwortlich ist. Diese Infektion betrifft rund drei Viertel des Stammumfangs. Der Standort für diese wachstumsgeschädigte Rotbuche ist ungeeignet, so die Einschätzung des Baumexperten.
Ersatzpflanzungen folgen im Herbst
Die Fällungen beginnen mit einem ersten Baum, der ein Sicherheitsrisiko darstellt, in der Woche ab 16. März und werden voraussichtlich im Herbst fortgesetzt. An ihrer Stelle nimmt die Gemeinde Ersatzpflanzungen vor.






