Uster ZH: Stadtrat will den Steuerfuss um 2 Prozent senken

Uster ZH budgetiert für 2027 einen Ertragsüberschuss von 2,9 Millionen Franken. Der Stadtrat beantragt daher einen um 2 Prozent tieferen Steuerfuss.

Die Stadt Uster budgetiert für 2027 einen Ertragsüberschuss von 2,9 Mio. Franken. Den erwarteten Einnahmen von 343,0 Mio. Franken steht ein Aufwand von 340,1 Mio. Franken gegenüber. Der Stadtrat beantragt vor diesem insgesamt erfreulichen Hintergrund eine Senkung des Steuerfusses um 2 Prozent und möchte damit ein Zeichen der Entlastung für die Einwohnerinnen und Einwohner setzen.
Das laufende Jahr 2026 wird gemäss Hochrechnung mit einer roten Null abschliessen.
Globalbudgets 2027
Für die in den Leistungsaufträgen und Globalbudgets vorgegebenen Zielsetzungen sowie Leistungen werden Globalkredite von 174,2 Millionen Franken beantragt. Die Erträge aus dem Finanzierungsbereich (Steuern, Steuerkraftausgleich, Abschreibungen sowie Gewinnanteil ZKB) sehen netto 177,1 Millionen Franken vor. Daraus resultiert ein Ertragsüberschuss von 2,9 Millionen Franken.
Der Gesamtaufwand kann zu 45.4 Prozent (inkl. Abschreibungen) mittels Erträgen (Gebühren, Taxen, Staatsbeiträge, Rückforderungen, etc.) gedeckt werden. Die restlichen 54.6 Prozent müssen aus allgemeinen Mitteln (Steuern, Steuerkraftausgleich, etc.) finanziert werden.
Per Saldo über alle Geschäftsfelder werden im Geschäftsjahr 2027 4,929 Millionen Franken oder 2.9 % mehr Mittel beansprucht als für das Geschäftsjahr 2026.
Kennzahlen je Einwohnerin und Einwohner
Pro Einwohnerin und Einwohner in Uster beträgt die finanzielle Belastung 4'645 Franken. Gegenüber dem Vorjahresbudget ist dies eine Zunahme des Pro-Kopf-Globalkredites um 71 Franken bzw. 1.6 Prozent. Im Vergleich zum IST 2025 ergibt dies eine Steigerung um 123 Franken oder 2.7 Prozent.
Personalbestand und Personalaufwand
Der budgetierte Personalbestand steigt 2027 gegenüber dem Budget 2026 um 16,56 auf insgesamt 1'127,01 Vollzeitstellen. Die Zunahme ist auf unterschiedliche Entwicklungen in den Geschäftsfeldern zurückzuführen.
Der Personalaufwand steigt gegenüber dem Budget 2026 um 2,8 Mio. Franken bzw. 2,3 %. Bei einer angenommenen Einwohnerzahl von 37'500 erhöht sich der Personalaufwand pro Einwohner von 3'308 Franken auf 3'339 Franken bzw. um 0,9 %.
Die wesentlichsten Elemente, die das Budget 2027 beeinflussen. Aufgrund von tendenziell höheren Pflegestufen der Heimbewohnenden sowie höherer Auslastung der Heime steigen die Restkostenbeiträge für die Stadt Uster an.
Die Mehrkosten sind vor allem bedingt durch steigende Fallzahlen im Sonderschulbereich. In der externen Sonderschulung steigen neben den Fallzahlen auch die Beiträge an den Kanton und durch fehlende öffentliche Betreuungsplätze muss teilweise auf teurere Privatschulen ausgewichen werden.
Höherer Aufwand insbesondere bei der Berufsbeistandschaft aufgrund steigender Fallzahlen, komplexerer Fälle und zusätzlicher Anforderungen an die Mandatsführung.
Voraussichtliche Erhöhung der AHV- und IV-Renten auf den 1. Januar 2027 und erwarteter Anstieg der Anzahl Bezügerinnen und Bezüger von Zusatzleistungen zur AHV und IV im Vergleich zum aktuellen Stand.






