Dietlikon verlängert AOZ-Vertrag bis 2029

Gemeinde Dietlikon
Gemeinde Dietlikon

Dübendorf,

Der Gemeinderat Dietlikon hat mehrere Geschäfte beschlossen. Neben der AOZ-Zusammenarbeit geht es um Heizung, Hallenbad, Kehrichtabfuhr und Vermessung.

Dietlikon ZH
Das Gemeindehaus in Dietlikon (Symbolbild) - Nau.ch / Miriam Danielsson

Die Gemeinden im Kanton Zürich haben im Asylbereich wichtige Aufgaben. Dazu gehört unter anderem die Unterbringung, die Betreuung, die finanzielle Unterstützung und die Integration der Personen, die der Gemeinde zugewiesen werden.

Dietlikon erledigt diese Aufgaben nicht selbst. Seit längerer Zeit arbeitet die Gemeinde mit der Asyl-Organisation Zürich (AOZ) zusammen. Die AOZ unterstützt die Gemeinde insbesondere bei der Betreuung und der Fallführung.

Die bisherige Zusammenarbeit hat sich aus Sicht des Gemeinderats bewährt. Gleichzeitig verfügt die Gemeinde weiterhin nicht über genügend eigene personelle Ressourcen, um diese Aufgaben selbst zu übernehmen. Der Gemeinderat hat deshalb beschlossen, die Leistungsvereinbarung mit der AOZ bis Ende 2029 zu verlängern.

Die Gemeinde setzt damit weiterhin auf eine bewährte Zusammenarbeit mit einem spezialisierten Partner.

Mit der Verlängerung steigen die Kosten für die Fallführung. Bisher bezahlt die Gemeinde 11.10 Franken pro Person und Tag. Neu sind es 12.50 Franken pro Person und Tag.

Dadurch steigt der jährliche Mindestbeitrag von bisher 37'000 Franken auf 41'100 Franken an.

Unterstützung für Berggemeinden: Drei Projekte erhalten je 15'000 Franken

Dietlikon unterstützt seit vielen Jahren Projekte in Schweizer Berggemeinden. Die entsprechenden Projekte werden von der Schweizer Patenschaft für Berggemeinden geprüft und empfohlen. Für das Jahr 2026 wurden dem Gemeinderat insgesamt sieben Projekte zur Unterstützung vorgeschlagen.

Amtliche Vermessung: Neuer Vertrag ab Oktober 2026

Die Gemeinde ist gesetzlich verpflichtet, die amtliche Vermessung aktuell zu halten. Dazu gehören beispielsweise die Vermessungsdaten von Grundstücken. Diese Aufgabe darf nur von einer Fachperson ausgeführt werden, die über ein eidgenössisches Ingenieur-Geometerpatent verfügt und im eidgenössischen Geometerregister eingetragen ist.

Der bisherige Nachführungsvertrag läuft am 30. September 2026 aus. Der Gemeinderat hat deshalb einen neuen Vertrag abgeschlossen. Als Nachführungsgeometer sind David Erny und Thomas Hew vorgesehen.

Zusätzlich wird Martin Scherrer berechtigt, die notwendigen Unterlagen zu unterschreiben. Eine solche Stellvertretung ist wichtig: Der Vertrag wird mit den Geometern persönlich abgeschlossen. Sollte eine Person beispielsweise wegen eines Todesfalls nicht mehr zur Verfügung stehen, könnte die Gemeinde ihre Vermessungsaufgaben sonst nicht mehr ordnungsgemäss erfüllen.

Der neue Vertrag beginnt am 1. Oktober 2026. Er basiert auf dem Mustervertrag des kantonalen Amts für Raumentwicklung (ARE). Die Genehmigung durch die Baudirektion steht noch aus.

Eine öffentliche Ausschreibung war für die Erneuerung des Vertrags nicht notwendig.

Hallen- und Freibad Faisswiesen: Kosten werden neu verteilt

Dietlikon und Wangen-Brüttisellen betreiben gemeinsam das Hallen- und Freibad Faisswiesen. Grundlage dafür ist ein interkommunaler Vertrag, dem die Stimmberechtigten beider Gemeinden im Jahr 2021 zugestimmt haben.

Die Betriebskosten von 1,939 Mio. Franken werden jährlich zwischen den beiden Gemeinden aufgeteilt. Dabei wird nicht nur die Einwohnerzahl berücksichtigt. Entscheidend sind mehrere Faktoren.

Für die Berechnung werden die Zahlen per 31. Dezember 2025 verwendet.

Für das Jahr 2027 ergibt sich daraus folgende Aufteilung: Die Gemeinde Dietlikon trägt einen Anteil von 56,7 Prozent und leistet einen Beitrag von 1'100'000 Franken. Die Gemeinde Wangen-Brüttisellen übernimmt einen Anteil von 43,3 Prozent und leistet einen Beitrag von 839'000 Franken.

Damit bezahlt Dietlikon im Jahr 2027 rund 25'000 Franken mehr als im Vorjahr. Der Beitrag von Wangen-Brüttisellen sinkt im gleichen Umfang.

Gemeindehaus: Neue Heizung und Photovoltaikanlage

Die bestehende Heizung des Gemeindehauses soll ersetzt werden. Geplant ist eine Wärmepumpe mit Erdsonden, die die bisherige Öl-/Gasheizung ablösen soll. Zusätzlich ist eine Photovoltaikanlage auf der Südseite des Gemeindehauses vorgesehen.

Für den Ersatz der Heizung waren im Budget ursprünglich 925'000 Franken vorgesehen. Aufgrund des inzwischen erstellten Vorprojekts werden die Kosten auf rund 887'000 Franken geschätzt. Für die Photovoltaikanlage waren ursprünglich 80'000 Franken budgetiert.

Die aktuelle Kostenschätzung beträgt rund 109'000 Franken.

Der Gemeinderat hat deshalb zwei Kredite bewilligt: 888'000 Franken für den Ersatz der Heizung und 109'000 Franken für die Photovoltaikanlage

Für die Planung der Haustechnik und die Gesamtleitung wurde ein Auftrag von rund 53'000 Franken an die Andreas Müller GmbH in Seuzach vergeben. Der Auftrag für die Elektroplanung geht für rund 56'000 Franken an die Edelmann Ingenieurbüro AG in Winterthur.

Kehrichtabfuhr: Neuer Abfuhrunternehmer für die Jahre 2027 bis 2031

Die Gemeinde muss für die Abfuhr und Entsorgung des Siedlungsabfalls mit einem spezialisierten Unternehmen zusammenarbeiten. Solche Aufträge müssen regelmässig neu ausgeschrieben werden. Für die Jahre 2027 bis 2031 hat die Gemeinde deshalb ein öffentliches Ausschreibungsverfahren durchgeführt.

Die Ausschreibung wurde am 4. März 2026 über das öffentliche Bundesportal Simap veröffentlicht. Dabei wurden die Anforderungen und die Kriterien für die Vergabe bekannt gegeben. Innerhalb der vorgesehenen Frist gingen fünf Offerten ein.

Die Angebote wurden am 25. März 2026 geöffnet, protokolliert und anschliessend detailliert geprüft. Für den Vergleich der Angebote wurde die Firma Friedli Partner AG beigezogen.

Nach Abschluss des Verfahrens hat der Gemeinderat den Auftrag für die Abfuhr und Entsorgung der Siedlungsabfälle an die Bader Paul Transporte AG in Regensdorf vergeben. Das Unternehmen wird die Kehrichtabfuhr in Dietlikon ab 1. Januar 2027 übernehmen.

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