Zürcher Gemeinde stoppt Brian Keller, er darf nicht boxen

Brian Keller will im zürcherischen Volketswil in den Ring. Doch die Gemeinde hat Sicherheitsbedenken und stoppt den Fight.

Das Wichtigste in Kürze
- Brian Keller darf bei der «Fight Night» im zürcherischen Volketswil nicht kämpfen.
- Die Gemeinde sieht ein Risiko für Gewalt und Störungen der Ordnung.
Er will eigentlich nur boxen, kämpft aber jetzt meist mit Behörden und sich selbst. Brian Keller wollte Ende Februar bei einer «Fight Night» im zürcherischen Volketswil sein Profidebüt setzen.
Doch nun stoppt die Gemeinde das Vorhaben. Sie empfiehlt dem Veranstalter, den Keller-Kampf aus dem Programm zu nehmen.

Die Gemeinde begründet das mit einer «sicherheitspolizeilichen Gesamtbeurteilung der Lage». Sie sieht ein erhöhtes Risiko für Gewalt oder Störungen der öffentlichen Ordnung.
Der Organisator zieht nun die Reissleine, der Anlass soll stattfinden, aber ohne Keller.
Volketswil warnt, Keller fliegt raus
Die Behörden verweisen dabei auf frühere Vorfälle rund um Keller. Einen formellen Entscheid braucht es laut Gemeinde nicht, weil der Veranstalter nach dem Gespräch freiwillig verzichtete.
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Gleichzeitig macht Volketswil gegenüber «ZO Online» klar, dass man gestützt auf die Polizeiverordnung keine Bewilligung erteilt hätte.
Keller ist enttäuscht und fühlt sich ausgebremst
Keller reagiert deutlich. «Ich finde es schade. Sie wollen nicht, dass ich auf einen guten Weg komme. Ich verstehe nicht, wieso man mich nicht unterstützt und mir Steine in den Weg legt», sagt er gegenüber «ZO Online».
Einen Ersatzort hat er nicht. «Das ist zu kurzfristig. Ich hoffe, dass es an einem anderen Ort klappt. Es muss einfach», sagt so Keller.
Und er erklärt, wie zäh sein Weg zurück in den Sport ist: «Schon bei meinem letzten Schweizer Kampf in Winterthur war es kompliziert. Auch wollen mich viele Boxklubs nicht als Mitglied, was es weiter erschwert.»
Kein Streit, aber ein klares Ziel
Trotz Frust will Keller keine nächste Eskalation. Auf die Frage, ob er gegen den Entscheid ankämpfen wolle, bleibt er knapp. «Nein. Ich will boxen, keine Probleme machen.»











