Stadt Zürich

Zürcher Ferienangebote für Kinder sind auch im Hitzesommer beliebt

Keystone-SDA Regional
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Zürich,

Kinder und Jugendliche im Kanton Zürich benutzen die Ferienangebote rege. Die Mädchen gehen unter anderem besonders gerne zu den Pferden, die Buben auf den Pumptrack.

Ein Besuch bei Alpakas gehört zu den beliebten Ferienangeboten für Kinder und Jugendliche im Kanton Zürich. (Symbolbild)
Ein Besuch bei Alpakas gehört zu den beliebten Ferienangeboten für Kinder und Jugendliche im Kanton Zürich. (Symbolbild) - KEYSTONE/PETER SCHNEIDER

Gratis in 130 Schwimmbäder, in 35 Museen wie dem Kunsthaus und der Sternwarte Urania oder in den Zoo Zürich – diese Angebote und weitere Aktionen für 6- bis 16-jährige Kinder und Jugendliche sind für 30 Franken im Ferienpass des Zürcher Verkehrsverbunds ZVV enthalten.

Den traditionell grössten Run erleben Aktivitäten im und auf dem Wasser. Neben den Badis seien der Zoo, Aktionen bei der Gelateria Leonardo und der vergünstigte Eintritt im Skills Park Winterthur seit Langem am beliebtesten, sagte Simone Scherberger, Leiterin Geschäftsfeld Junioren und Senioren beim ZVV, auf Anfrage von Keystone-SDA.

Die Auswertung, wie viele Pässe der ZVV verkauft hat, erfolgt nach den Ferien. Die Zahl dürfte sich im Rahmen der Vorjahre bewegen, als knapp 30'000 Kinder und Jugendliche damit unterwegs waren.

Wochenkurse sehr beliebt

«Dieses Jahr kamen die Anmeldungen später herein als üblich. Wahrscheinlich, weil es bereits vor den Ferien heiss war und viele in der Badi waren», sagte Fränzi Bachmann, Geschäftsstellenleiterin des Vereins «Ferienprogramm», gegenüber Keystone-SDA. Der 2014 gegründete Verein organisiert in und um Winterthur mittlerweile jährlich 400 Kurse während den Schulferien. Für dieses Engagement erhält er dieses Jahr den Jugendpreis der Stadt Winterthur.

Bachmann rechnet damit, dass die Zahl von 2500 Teilnehmenden aus dem Vorjahr auch 2026 erreicht wird. In den letzten Wochen hätten sich zahlreiche Kinder und Jugendliche spontan für eine Teilnahme entschieden. Viele Angebote waren ausgebucht oder hatten nur noch wenig freie Plätze. Dass einzelne Kurse weniger nachgefragt werden als andere, lässt sich laut Bachmann nicht immer eindeutig erklären. Die Interessen der Kinder und Jugendlichen könnten von Jahr zu Jahr variieren.

Und neue Kurse bräuchten meist ein bis zwei Ferien, ehe sie gut ankommen. Sehr begehrt sind laut Bachmann die von Montag bis Freitag dauernden Wochenkurse: Vor allem arbeitende Eltern würden sie bald, nachdem sie auf der Homepage aufgeschaltet seien, buchen. So können sie ihren Nachwuchs bereits jetzt für Herbstferienkurse anmelden.

Die Ferien sind ein Ponyhof

«Alles, was mit Pferden und Reiten zu tun hat und das Polysport Freestyle Camp im Skills Park», antwortet Bachmann auf die Frage nach den beliebtesten Kursen. Beide Angebote sind Wochenkurse – und haben eine klare Präferenz je nach Geschlecht. Frei nach dem Bonmot «Das Leben ist kein Ponyhof» gilt für die Mädchen offenbar das Gegenteil: Sie zieht es in den Ferien auffällig dort hin.

Derweil suchten Buben gerne das Abenteuer, weiss Bachmann: Neben dem Erlernen von Sportarten wie Skateboarding, BMX, Scooter oder Trampolin sind auch Goldwaschen und Schatzsuchen sehr begehrt. Beliebt seien zudem Kurse, in denen Buben lernen, ihr eigenes Game zu programmieren. Bei Mädchen und Buben gleichermassen hoch im Kurs stehen Tage mit Lamas und Alpakas, bei denen sie die flauschigen Tiere füttern und streicheln und mit ihnen spazieren gehen.

Kinder im Yoga

Reiten gehört auch zu den beliebtesten Angeboten der Stadtzürcher Ferienkurse. «Pferde-, Tennis-, Surf-, Segel- und Akrobatikkurse sind häufig am schnellsten ausgebucht», erklärt Andreas Krebs, Fachbereichsleiter Sport- und Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche beim Sportamt. Dies liege aber auch an den deutlich kleineren Gruppengrössen.

Das Angebot reicht von Aikido über Rubriken wie «Wissenschaft und Technik» oder «Gesundheit und Ernährung» bis zu Yoga. Kombikurse, die Sport- und Freizeitaktivitäten vereinen, erfreuen sich laut Krebs grosser Beliebtheit. Gemessen an den Gesamtteilnahmezahlen nutzten Kinder und Jugendliche Outdoorwochen, polysportive Camps sowie Leichtathletik, Volleyball, Handball, Fussball oder Badminton am liebsten.

Auch der Ferienplausch richtet sich laut Krebs an Kinder, die sich in den Ferien gerne bewegen möchten. Das Angebot biete Spiel und Sport für vielfältige Interessen: Sehr beliebt seien die Bewegungslandschaften mit abwechslungsreichen Stationen, darunter Trampoline, und die verschiedenen Spezial-Fortbewegungsmittel.

Der Ferienplausch findet jeweils in der ersten und letzten Sommerferienwoche statt. Vom 13. bis 17. Juli nahmen 1300 Kinder und Jugendliche teil und damit etwas weniger als im Vorjahr. Als mögliche Erklärung sieht Krebs die sehr hohen Temperaturen in diesem Jahr. Vom 10. bis 14. August steigt der zweite Ferienplausch in den Sportzentren Utogrund und Fronwald.

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