TTC Affoltern hat sich über Quartiergrenzen Namen gemacht

Der TTC Affoltern ist über die Quartiergrenzen hinaus bekannt. Die Damen spielen in der Nati A, die Herren in der Nati B. Der Nachwuchs gehört zur Spitze.

Pingpong haben wohl die meisten schon einmal gespielt – auf dem Pausenplatz, im Garten oder in den Ferien. Doch zwischen dem Freizeitvergnügen und dem leistungsorientierten Tischtennis liegen Welten. «Vielen in der Schweiz ist gar nicht bewusst, wie anspruchsvoll und faszinierend Tischtennis auf hohem Niveau ist», sagt Markus König vom Tischtennisclub Affoltern (TTC).
Wer sich selbst ein Bild davon machen möchte, hat bei einem Wettkampf des Vereins in der Tischtennisgarage an der Rümlangerstrasse 89 in Seebach Gelegenheit dazu. Der 1959 gegründete TTC Affoltern hat sich im Schweizer Tischtennis längst einen Namen gemacht.
Die 22 Mannschaften – drei Damen-, vier Senioren-, fünf Jugend- und zehn Herrenteams – treten in verschiedenen Spielklassen an, von der 6. Liga bis hinauf in die Nationalliga A.

«Wir haben einen sehr offenen Verein. Bei uns spielen Mitglieder aus 19 Nationen. Wir engagieren uns intensiv im Nachwuchsbereich und pflegen auch das gesellige Zusammensein. Unsere Mitglieder bringen sich ein und schaffen eine Atmosphäre, in der sich sowohl ambitionierte Spielerinnen und Spieler als auch Breitensportler wohlfühlen», betont Matthias Hillmann, Präsident des TTC Affoltern.
Warteliste für Nachwuchs
Auch in der Nachwuchsförderung kann der Verein beachtliche Erfolge vorweisen. «Besonders hervorzuheben ist Michelle Wu, die ihre Tischtenniskarriere bei uns begann und später U13-Europameisterin im Einzel wurde. Inzwischen spielt sie wieder bei uns in der Nati A», erzählt Gerald Zhang, der beim TTC Affoltern für den Nachwuchs zuständig ist.
«Dazu kommen der Schweizermeistertitel der U13-Jugendmannschaft und mehrere Medaillen im Schweizer Nachwuchsbereich.» Zu den grössten Erfolgen bei den Aktiven zählen die Aufstiege des Frauenteams in die höchste Spielklasse, die Nationalliga A, und der Männer in die zweithöchste Spielklasse, die Nationalliga B.
Beim Nachwuchs gibt es inzwischen eine Warteliste. «Die Nachfrage ist im Raum Zürich und sogar in der ganzen Schweiz momentan sehr hoch», sagt Zhang. «Wir können pro Training nur eine gewisse Anzahl Kinder aufnehmen, damit die Qualität und die Struktur des Trainings gewährleistet bleiben.» Zwischenzeitlich seien über 20 Kinder auf der Warteliste gestanden.
«Wir versuchen deshalb, halbjährlich einen Einführungskurs durchzuführen, um möglichst allen Kindern die Chance zu geben, den Sport einmal auszuprobieren. Durch die grössere Halle in Seebach konnten wir die Zahl der Kinder im Nachwuchstraining inzwischen von rund 40 auf fast 70 erhöhen.»
Früher trainierte der Verein in der Halle vom Schulhaus Riedenhalden in Affoltern. TTC-Präsident Hillmann hat ein klares Ziel: Der Verein soll sowohl den Breiten- als auch den Spitzensport fördern.
«Eine starke Spitze gibt es nur, wenn sie auf einer möglichst breiten Basis aufbauen kann. Deshalb wollen wir die Damen und Herren in der Nati A beziehungsweise B etablieren und gleichzeitig Spielerinnen und Spieler aus dem eigenen Nachwuchs immer wieder an die Schweizer Spitze heranführen.»
Ausbildung bis zum Trainer
Derzeit verfügt der Verein über sieben Trainer, sechs davon im Nachwuchsbereich und einen für die Erwachsenen. «Dank der guten Trainingsverhältnisse und der starken Mannschaften, die wir aufgebaut haben, können wir immer wieder gute Spielerinnen und Spieler gewinnen. Diese eignen sich manchmal auch als Trainerinnen und Trainer, und wir setzen uns dafür ein, sie entsprechend auszubilden», erklärt Hillmann.
Besonders wichtig sei die enge Verbundenheit der Trainer mit dem Verein, die den persönlichen Kontakt zu den jungen Spielerinnen und Spielern fördere.
Hinweis
Dieser Artikel ist zuerst im «Tagblatt Zürich» erschienen.






