Stadt Zürich

Teile fehlen: Deshalb fallen Züge zwischen Zürich und München aus

Vivian Balsiger
Vivian Balsiger

Zürich,

Eine Zitterpartie: Die Züge zwischen Zürich, St. Gallen und München kommen immer wieder zu spät – und fallen seit Kurzem sogar regelmässig aus.

zürich nach münchen
Zu spät oder gar nicht: Bei der Zugstrecke zwischen Zürich und München weiss man nie so recht, was einen erwartet. (Symbolbild) - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Eurocity-Verbindung zwischen Zürich, St. Gallen und München hat immer wieder Probleme.
  • Derzeit fallen zahlreiche Züge auf der beliebten internationalen Strecke ersatzlos aus.
  • Ursache dafür sind Fahrzeugstörungen und lange Wartezeiten auf Ersatzteile.

Die internationale Zugverbindung zwischen Zürich und München kämpfte bereits in der Vergangenheit mit Verspätungen. Zurzeit kommen viele Ausfälle hinzu.

Laut «CH Media» fällt aktuell etwa jeder achte Zug ganz oder teilweise aus.

Besonders problematisch ist dies, da die Strecke zu den meistgenutzten internationalen Zugstrecken ab der Schweiz zählt. 2023 nutzten laut der Deutschen Bahn rund 123'000 Reisende die Linie. Und seither dürften noch mehr dazugekommen sein.

SBB-Sprecherin Sabrina Schellenberg nennt gegenüber «CH Media» Fahrzeugstörungen als Grund für die Ausfälle der letzten Tage. Zusätzlich belasten lange Wartezeiten auf Ersatzteile den Betrieb.

Ab Donnerstag soll sich die Lage stabilisieren, auch wenn kurzfristige Anpassungen weiterhin möglich sind.

Ist und bleibt Zitterpartie

Trotzdem, die Strecke bleibt eine Zitterpartie: Die Verfügbarkeit der eingesetzten Züge sei weiterhin angespannt, so Schellenberg.

Pendler zwischen Zürich, Winterthur und St. Gallen sind ebenfalls von dem Problem betroffen. Zu manchen Tageszeiten ist der Eurocity nämlich die einzige schnelle Verbindung zwischen den beiden Zürcher Städten und der Ostschweiz.

Am liebsten stündlich

Seit 2019 wird die internationale Zugstrecke im heutigen Zweistundentakt mit acht Verbindungen pro Richtung bedient – eine Verdoppelung zu vorher.

Der Bund und die SBB würden die Verbindung gerne im Stundentakt anbieten. Dafür wären jedoch insbesondere auf dem grösstenteils eingleisigen Abschnitt zwischen den deutschen Städten Lindau und Buchloe umfangreiche Ausbauten nötig.

In Deutschland hätten diese derzeit jedoch keine Priorität.

Bald dauert es länger

Bislang dauerte die direkte Fahrt zwischen Zürich und München drei Stunden und 32 Minuten. Ab dem 7. Februar soll sich dies ändern: Die Deutsche Bahn richtet mehrere sogenannte Langsamfahrstellen ein, an denen die Züge wegen maroder Infrastruktur ihr Tempo reduzieren müssen.

Dadurch verlängert sich die Reisezeit um rund zehn Minuten. Teilweise kommt es zudem zu früheren Abfahrtszeiten in München.

Bist du die Strecke von Zürich nach München schon einmal mit dem Zug gefahren?

Nicht nur auf der Deutschland-Strecke läuft es derzeit holprig. Auf den Verbindungen von Basel via Bern und Brig nach Mailand verkehren zurzeit einige Züge mit einer verkürzten Komposition. Die Folge: Deutlich weniger Sitzplätze für die Reisenden.

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