Stadt Zürich

Taxifahrer zu Spritpreis: «Glaube Donald Trump kein Wort»

Nico Leuthold
Nico Leuthold, Laurin Zaugg

Zürich,

Der Iran-Krieg treibt die Ölpreise in die Höhe. Donald Trump versprach am Montagabend ein baldiges Kriegsende. Zürcher Taxifahrer zeigen sich dennoch besorgt.

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Umfrage in Zürich - Nau.ch/Nico Leuthold

Das Wichtigste in Kürze

  • Seit dem Kriegsbeginn im Iran steigen die Öl- und somit auch die Benzinpreise an.
  • Am Montagabend versprach Donald Trump ein baldiges Kriegsende.
  • Nau.ch hat bei Taxifahrern nachgefragt, ob sie das in Bezug auf den Benzinpreis beruhigt.

Der Iran-Krieg dauert mittlerweile über zehn Tage an. Noch zu Beginn des Kriegs sprach Donald Trump von einer Kriegsdauer von vier Wochen. Doch am Montagabend versprach der US-Präsident bereits ein baldiges Kriegsende.

Da die Strasse von Hormus, der weltweit wichtigste Transport-Engpass gesperrt ist, steigt der Ölpreis seit Kriegsbeginn Tag für Tag an. Rund ein Fünftel der weltweiten Erdöl- und Flüssigerdgas-Transporte passieren die Meerenge, so die Zahlen aus 2024.

Je länger der Krieg dauert, desto stärker geraten alle unter Druck, die in ihrem Job auf Öl angewiesen sind. Nau.ch hat bei Zürcher Taxifahrern nachgefragt, ob sie Trumps Versprechen eines baldigen Kriegsendes und somit einer Erholung des Ölpreises Vertrauen.

«Ich glaube kein Wort von Donald Trump», sagt Taxifahrer Bruno (62). Auch andere Taxifahrer zeigen sich skeptisch gegenüber Trumps Aussagen.

Isah Iseini rechnet noch immer stark mit einem Benzinpreis von über zwei Franken. «Innerhalb einer Woche wird der Preis zu hundert Prozent auf zwei Franken steigen», sagt er. Durch den Preisanstieg rechnet er mit bis zu 20 Prozent Verlust.

«Der Donald Trump und seine Kollegen»

Bruno sagt ebenfalls, dass man den hohen Preis spürt. Er findet es ungerecht, da die Schweiz nicht in den Krieg verwickelt ist. «Donald Trump und seine Kollegen provozieren Krieg und wir müssen teureres Benzin kaufen, das geht nicht.»

Bist du besorgt wegen steigender Spritpreise?

Liridon (32) meint, solange der Preis unter zwei Franken bleibe, «können wir es noch verkraften». Dieser Meinung sind fast alle befragten Taxifahrer.

Und wenn die Schmerzensgrenze von zwei Franken überschritten ist? «Dann muss ich wahrscheinlich aufhören mit dieser Arbeit», erklärt Isah Iseini.

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