Hunderte an Mahnwache für Opfer von Ex-SVP-Politiker

Rund 400 Menschen haben sich am Montag in Untersiggenthal AG für eine Mahnwache eingefunden. Sie bekundeten ihre Solidarität mit den Opfern eines Ex-SVPlers.

Das Wichtigste in Kürze
- In Untersiggenthal AG haben sich heute rund 400 Menschen versammelt.
- Sie bekundeten ihre Solidarität mit den mutmasslichen Opfern eines ehemaligen SVP-Politikers.
- Der Mann soll über mehrere Jahre hinweg drei Frauen betäubt und sexuell missbraucht haben.
Rund 400 Menschen haben am Montagabend auf dem Dorfplatz in Untersiggenthal AG ein Zeichen gegen sexualisierte Gewalt gesetzt.
Mit einer Mahnwache bekundeten sie ihre Solidarität mit den mutmasslichen Opfern eines ehemaligen Aargauer SVP-Grossrats.
Unter den Anwesenden befanden sich auch zwei der betroffenen Frauen – eine von ihnen war zum Zeitpunkt des mutmasslichen Übergriffs noch minderjährig.
Ex-SVP-Politiker sitzt in Untersuchungshaft
Zur bewilligten Kundgebung vor dem Gemeindehaus hatten die SP Frauen Aargau aufgerufen. Unterstützt wurde die Mahnwache von mehreren weiteren Organisationen. Auf dem Dorfplatz versammelten sich Frauen und Männer verschiedener Generationen.
Bewusst gewählt wurde als Ort Untersiggenthal – die Gemeinde, in der der ehemalige SVP-Grossrat wohnte.
Gemäss Anklage soll der heute 57-Jährige dort über mehrere Jahre hinweg drei Frauen betäubt und sexuell missbraucht haben. Seit rund drei Jahren sitzt er in Untersuchungshaft.
Beschuldigter bestreitet Vorwürfe
Wie Nau.ch bereits berichtete, werfen die Strafverfolgungsbehörden dem ehemaligen Politiker unter anderem mehrfache Vergewaltigung, sexuelle Nötigung, sexuelle Handlungen mit Kindern sowie weitere Delikte vor.
Laut Anklage soll er die Frauen mit Medikamenten oder Drogen in einen wehrlosen Zustand versetzt und die Übergriffe teilweise gefilmt haben. Der Beschuldigte bestreitet die Vorwürfe.
Mit der Mahnwache wollten die Teilnehmenden ihre Solidarität mit den mutmasslichen Opfern ausdrücken. Gleichzeitig forderten sie eine umfassende und transparente Aufarbeitung der Geschehnisse sowie einen stärkeren Schutz von Betroffenen sexualisierter Gewalt.









