No-Show im Zürcher «Razzia» kostet jetzt 50 Stutz!

Der Gastronom Mike Gut greift durch: In seinem Restaurant «Razzia» müssen Gäste ab sofort blechen, wenn sie eine Reservation sausen lassen.

Das Wichtigste in Kürze
- Immer mehr Menschen reservieren einen Tisch im Restaurant – und kommen dann nicht.
- Gastronomen sind dadurch frustriert. Ein Zürcher Lokal führt nun eine No-Show-Gebühr ein.
- 50 Franken pro Person werden fällig, wenn man sich trotz Reservation nicht blicken lässt.
«An einem Abend ist ein Drittel der Gäste mit Tischreservation nicht aufgetaucht.» Der Zürcher Gastronom Mike Gut (58) ist unzufrieden.
Regelmässig würden bis zu zehn Prozent in seinem Lokal schlicht unentschuldigt nicht erscheinen, berichtet der «Blick». Und das, obwohl diese zuvor einen Tisch reserviert hatten.
«Diese zehn Prozent machen genau den Unterschied»
Deshalb weht von nun an im Restaurant «Razzia» im Seefeld-Quartier ein anderer Wind. Gäste, die nicht kommen, bezahlen 50 Franken.
Laut Gut hat die Unverbindlichkeit in letzter Zeit generell stark zugenommen. «Diese zehn Prozent machen genau den Unterschied, ob ein Abend profitabel oder nur kostendeckend ist und wir vergebens gearbeitet haben.»

Aufgrund von starken Schwankungen bei den sogenannten «No-Shows» entschied sich der Gastronom dagegen, einfach das Lokal zu überbuchen.
Andere Restaurants haben es vorgemacht
Treue Gäste könnten weiterhin telefonisch reservieren, ohne online eine Kreditkarte hinterlegen zu müssen, so Gut.
Gänzlich alleine ist Mike Gut mit seiner Gebühr nicht. Auch schon andere Lokale wie das Uto Kulm oder das Restaurant Widder setzen gemäss «Blick» auf solche Modelle.



