Jacqueline Badran: Mit Lieblingsmensch 3x in 40 Jahren gestritten

Jacqueline Badran gibt im Podcast Einblicke in ihre Ehe mit ihrem «Lieblingsmenschen». Eine Aussage zu tiefen Ausschnitten sorgt für Aufsehen.
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Das Wichtigste in Kürze
- Jacqueline Badran verrät ihr Erfolgsrezept für eine gute Ehe: Nachgeben statt streiten.
- So habe sie in 40 Jahren mit ihrem Lieblingsmenschen bloss dreimal gestritten.
- Die SP-Politikerin spricht auch über Andreas Glarner und tiefe Ausschnitte.
Jacquelin Badran streitet gern und oft: Im Nationalratssaal oder in der «Arena» legt sich die SP-Politikerin mit Amtskollegen und Moderatoren an. Im Podcast «Die Thronfolge» von Karin Bearpark und Dara Masi verrät sie aber, dass sie zuhause kaum streitet.
«Mit meinem Lieblingsmenschen habe ich mich in 40 Jahren vielleicht dreimal gestritten», sagt die 64-Jährige. «Wir spüren relativ gut, wenn etwas wichtig ist.» Und die Zürcherin gibt Beziehungstipps: Manchmal sei es besser, nachzugeben, als sich zu streiten.
In ihrer Ehe gebe es beispielsweise keinen Streit über das Einräumen der Spülmaschine oder den Wasserverbrauch beim Abwasch. «Was fällt mir für ein Zacken aus der Krone, wenn ich nachgebe und das Wasser nicht ständig laufen lasse?»
Auch sonst gibt Badran Einblicke in ihre Beziehung: Bearpark erzählt, dass sie und ihre Freundin manchmal ohne Verben reden. Zum Beispiel sage sie: «Du das au?»
Badran und ihr Ehemann Victor nutzen Abkürzungen – aus dem Universum der «Minions». So sage sie jeweils «Matoka», anstatt zu fragen, ob ihr Partner auch jetzt essen wolle. «Matoka» ist der Begriff, den die Minions verwenden, wenn sie Hunger haben. «Dann sagen wir halt Matoka und dann muss man nicht so blöde lange Sätze machen.»
Die Podcasterinnen wollen von ihrer Gesprächspartnerin auch Details aus dem Sexleben erfahren. Dazu winkt Badran aber ab und verrät gar nichts.
Jacqueline Badran: Glarner nutzt Bühne zum «Umehate»
Ganz anders Andreas Glarner, der vor einem Jahr im Podcast «Die Thronfolge» zu Gast war. Der SVP-Nationalrat gab damals viel Auskunft und erzählte von seiner Lieblingsstellung im Bett.
Diese Aussagen hätten auch im Bundeshaus die Runde gemacht, sagt Jacqueline Badran. «Es wurden Kotzbeutel verteilt.»

Mit Glarner kommt die Zürcherin überhaupt nicht gut aus. Denn er nutze die Bühne zum «Umehate». Er diffamiere Frauen, denunziere sie und stelle sie durch die Veröffentlichung der Handynummer an den Pranger.
Glarner sei jene Art Politiker, die einfach bekannt sein wollten. Sie hätten es nicht zum Rockstar geschafft und hätten deshalb mit der Politik angefangen. «Weil man ihnen dort auch ein Mikrofon hinhält.»
Beim Thema Feminismus streitet sich Badran mit den Podcasterinnen und fällt mit einer kontroversen Aussage auf: «Wenn eine Frau einen riesigen Ausschnitt trägt und sich dann beklagt, dass Männer darauf schauen, ist das widersprüchlich.»
Jacqueline Badran: Auch ich bin widersprüchlich
Die SP-Politikerin schiebt nach, dass es keine Entschuldigung dafür sei, eine Frau anzugrapschen. Und Menschen seien einfach widersprüchlich, auch sie selbst. Sie esse gerne Fleisch, obwohl sie wisse, dass das für die Gesundheit und das Klima schädlich sei.
Jacqueline Badran ist dennoch eine Feministin. Auch den Kampf gegen hohe Mieten, eines ihrer Spezialfelder, sieht sie aus diesem Blickwinkel. «Es gibt wenig Wesentlicheres für den Feminismus, als sich um Wohnverhältnisse oder die Kosten dafür zu kümmern.» Denn viele Frauen müssten in einer misslichen Beziehung bleiben, da sie sich keine eigene Wohnung leisten könnten.
Dass Jacqueline Badran überhaupt im Podcast «Die Thronfolge» war, hat sie wohl Andreas Glarner zu verdanken. Nach dessen Auftritt gab es für Bearpark und Masi viel Kritik sowie Rufe nach einer linken Gesprächspartnerin.










