Stadt Zürich

    Hier kommen die Spice Girls aus Zürich

    H. Elias Fröhlich
    H. Elias Fröhlich

    Zürich,

    Warum denn küssen? Gute Frage! Für die vier Zürcher Girls der Gruppe Y2Kiss («warum küssen») ist das keine Frage, sondern nur ein origineller Gruppenname.

    Y2Kiss sind (von links) Faye, Alisha, Neva und Jovi.
    Y2Kiss sind (von links) Faye, Alisha, Neva und Jovi. - PD

    Girlgroups? Sind – wie Boygroups – längst kein Thema mehr. Trotzdem machen die vier Zürcherinnen Alisha, Faye, Jovi (alle 22) und Neva (24) genau dort weiter, wo einst die Spice Girls ihre Pflöcke in die internationale Musikszene einschlugen, Weltkarriere machten und – nach Madonna – ein neues Selbstbewusstsein junger Frauen in die Musikgeschichte zementierten.

    Ob Y2Kiss es so weit schaffen, wissen wir noch nicht. Aber mit ihrer erfrischenden Musik sind sie allemal fähig, international einzuschlagen, Spotify und Social Media sei Dank. Als Vorbilder nennen die Vier Destiny’s Child, das ehemalige Trio, mit dem Beyoncé einst ihre Weltkarriere lancierte.

    Ebenso nennen sie Girlgroups wie Katseye, Little Mix sowie ihre Schweizer Vorgängerinnen Tears, deren Hit «M.u.si.c» noch heute zuweilen im Radio zu hören ist. Bei Tears hatte der Zürcher Musikproduzent und Filmemacher Sergio Fertitta sein begabtes Songschreiber-Händchen ebenso im Spiel wie heute bei Y2Kiss. Mit seinem Choreografen und Videokollegen Andrew Resurreccion hat er die Girls gefunden und zusammengebracht.

    Spice Girls
    Die Spice Girls. (Archivbild) - keystone

    Jetzt arbeitet das Team am ersten Album. Die erste Single daraus, «Fruit Salad Summer», ist bereits inklusive Video erschienen. Die zweite Single «That’s What We Do» erschien am 2. Oktober.

    Auf die Frage, wie es dazu kam, eine Girlgroup zu gründen, wird erst einmal ausgiebig gekichert. «Wir kennen uns seit fünf Jahren. Wir fanden uns gegenseitig sehr sympathisch, sodass mit der Zeit eine Freundschaft entstand.» Da sich alle vier bereits als Influencerinnen oder Tänzerinnen einen Namen gemacht hatten, brauchte es nicht mehr viel, bis die Idee zu einer Girlgroup entstand.

    Schliesslich war dies auch das Ziel ihrer Entdecker Andrew und Sergio. Die Frage, wer Lust auf eine Musikkarriere hat, stellte sich nicht einmal; es war unausgesprochen klar. Auch für das Management.

    Eine Schweizer Girlgroup zusammenzustellen, war dessen Ziel. Dass die Girls als Influencerinnen und Tänzerinnen bereits selbstständig von ihrer Kunst leben können, machte die Sache nur noch einfacher.

    Erstmal durchstarten

    Apropos Influencerinnen: Wie viel kann man denn da, wie in Eurem Fall, verdienen?

    «Zwischen 500 bis 10’000 Franken pro Kampagne. Wir machen das allerdings schon seit einigen Jahren. Und können das auch weiterhin tun.»

    Ausser die Musik bringt mehr ein. «Darüber machen wir uns noch keine Gedanken. Lass erst mal unsere Musik zu den Hörerinnen und Hörern sprechen.» Weiter wollen sich die Vier nicht mehr über Hätte und Wenn auslassen.«Jetzt wollen wir erst mal mit unserer Musik durchstarten», sind sich die Vier einig.

    Hörst du gerne Pop-Musik?

    Die Musik und Gesangsmelodien von Y2Kiss hat Sergio Fertitta komponiert, die Texte stammen von den Sängerinnen. Alisha (Gitarre) und Faye (Piano) haben zwar früher mal ein Instrument gespielt, das aber «leider nicht mehr weiterverfolgt. Es ist zwar nie zu spät, aber im Moment sind andere Themen wichtiger.»

    Da sie alle knapp über 20 sind, sind die Boygroups von einst kein Thema. «Wir waren damals noch viel zu jung, um uns für Bands wie die US-Boygroup-Pioniere New Kids on the Block oder die Briten Take That zu begeistern. Klar kennen wir Robbie Williams, der einst bei Take That war.»

    Und den finden alle vier mega, vor allem auch seine Songs. Zurück zum Gruppennamen Y2Kiss. Ihre Vorgängerinnen Tears hatten 2001 den Gruppennamen aus den Anfangsbuchstaben ihrer Vornamen zusammengesetzt.

    «In Y2Kiss stecken wir als Ganzes. Der Name soll unsere Liebe und den Respekt gegenüber den 2000er-Jahren widerspiegeln, aber mit vielen neuen Elementen», sind sich die Girls einig.

    Hinweis

    Dieser Artikel ist zuerst im «Tagblatt Zürich» erschienen.

    Kommentare

    User #5529 (nicht angemeldet)

    Tralalala!

    User #6483 (nicht angemeldet)

    Die Befriedigung des eigenen Egos, hat doch heute klar Priorität.

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