Hagelschäden: Dieser Winterthurer Bauer steht vor Scherbenhaufen!

Der Kulturhof Winterthur ist wegen Hagelschäden existenziell bedroht. Angestellte haben ein Crowdfunding lanciert.

Das Wichtigste in Kürze
- In Winterthur kämpfen noch immer viele Betriebe mit den Folgen des Hagelschadens.
- Besonders stark von Schäden betroffen ist der Kulturhof Winterthur.
- Die beiden Angestellten von Landwirt Reto Meier sorgen sich um die Existenz und haben ein Crowdfunding lanciert.
Noch immer kämpfen viele Betriebe mit den Folgen des Hagelschadens. Besonders stark von Schäden betroffen ist der Kulturhof Winterthur. Der Wülflinger Landwirtschaftsbetrieb hat das Demeter-Label und betreibt Permakultur.
Nun steht er vor einem Scherbenhaufen. Die beiden Angestellten von Landwirt Reto Meier sorgen sich um die Existenz und haben ein Crowdfunding lanciert. 40’000 Franken werden benötigt. Denn der Schaden ist gross: Alle vier Gewächshäuser sind stark beschädigt, ebenso die Autos und auch ein grosser Teil der Ernte wurde zerstört.

«Bei der Kürbisernte haben wir noch etwa fünf Prozent, der Rest wurde Opfer des Hagels», sagt Reto Meier im Gespräch am Wochenmarkt in der Winterthurer Altstadt. «Ich stehe zwar strahlend da, aber ich weiss nicht wie weiter», sagt Meier, während er Kundinnen bedient.
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«Ich lebe seit 43 Jahren auf dem Kulturhof aber so etwas habe ich noch nie erlebt», sagt Meier. Besonders schlimm sei es, dass beim Hagel vier Hühner umkamen. Auch die Obstbäume wurden stark beschädigt. «Wir haben kaum Obst, das Schaumosten können wir dieses Jahr nicht durchführen», so Meier.
Hagelschäden nehmen zu
Während die Gebäudeversicherung die Reparatur des Dachs übernimmt, ist das Kulturland nicht versichert. «Wir werden im nächsten Jahr eine Versicherung abschliessen», so Meier. Denn das Risiko von erneuten Hagelereignissen ist gross.
«Während wir in den letzten 40 Jahren nie einen Hagelschaden zu beklagen hatten, musste das Scheunendach inzwischen zum vierten Mal wegen Hagelschäden saniert werden», so Meier.
Wichtiger als Gebäudeschäden und ein Ausfall der Ernte ist ihm das Wohl seiner beiden Angestellten. «Das Wichtigste ist, dass die Angestellten behalten und ihre Löhne bezahlen können», so Meier.
Hinweis
Dieser Artikel ist zuerst in der «Winterthurer Zeitung» erschienen.






