Globale Metropole: Agglo-Gemeinden wollen «neues Zürich» schaffen

14 Gemeinden rund um den Flughafen Zürich planen einen mutigen Schritt. Sie wollen sich als eigenständige Metropole «New Zurich» positionieren.

Das Wichtigste in Kürze
- 14 Gemeinden und Unternehmen haben sich zur Flughafenregion Zürich (FRZ) vereint.
- Die Region will sich nun als eigenständige «Grossstadt» positionieren.
- Es handelt sich dabei um Standortmarketing, nicht um einen politischen Zusammenschluss.
Die Region um den Flughafen Zürich erlebt einen Aufschwung. Die Bevölkerung wächst stetig und neue Unternehmen siedeln sich an.
Patrick Walder, ehemaliger SVP-Präsident des Kantons Zürich, erklärt in der «NZZ am Sonntag» diesen Trend: «Viele Menschen haben von der links-grünen Stadtpolitik genug. Die bürgerliche Agglomeration bildet eine Alternative zur Stadt.»
Ein Strategiepapier enthüllt laut der «NZZ am Sonntag» die Ambitionen der Region. Die Flughafenregion will sich als «New Zurich» etablieren. Eine globale Metropole mit internationalen Unternehmen und mehreren hunderttausend Einwohnerinnen und Einwohnern schwebt den Planern vor.
Das Dokument spricht von einem entscheidenden Moment. «In ‹New Zurich› ist dies die Stadtwerdung und die Entwicklung einer eigenen, von der Stadt losgelösten Identität», heisst es dort.
Hinter dem Projekt stehen 14 Gemeinden und viele Unternehmen. Sie bilden die Flughafenregion Zürich (FRZ). Im Sommer soll es mit dem Projekt losgehen.
Es handelt sich um Standortmarketing, nicht um einen politischen Zusammenschluss. Das klare Ziel: Die Vermarktung der Region soll verbessert werden.

Der externe Berater Thomas Sevcik entwickelte das Konzept mit FRZ-Vertretern. Internationale Beispiele würden zeigen, dass neben starken Kernstädten auch neue urbane Zentren entstehen können. So beispielsweise in Seattle.
«Keine Bedenken»
André Ingold, SVP-Stadtpräsident von Dübendorf, führt die FRZ an. Er betont in der «NZZ am Sonntag», dass die Stadt Zürich attraktiv sei. Dennoch: «Wir haben andere Stärken, mehr Raum und damit mehr Möglichkeiten für neue Entwicklungen.»
Die Stadt Zürich hält sich mit Kommentaren zurück. Man wolle sich zu den Plänen noch nicht äussern, lässt der Sprecher des Präsidialdepartements verlauten.
Oliver Heimgartner, Co-Präsident der SP Stadt Zürich, ergänzt: «Ich habe keine Bedenken, dass Zürich von einem ‹neuen Zürich› in der Agglomeration abgelöst oder zu einem ‹alten Zürich› wird.» Die Stadt Zürich wachse und sei sehr attraktiv.






