Figurenköpfe in Zürcher Schulhaus gelten nicht als diskriminierend

Ein Gutachten stuft die 16 Figurenköpfe im Schulhaus Hirschengraben als nicht diskriminierend ein, empfiehlt jedoch eine historische Einordnung.

Die 16 geschnitzten Figurenköpfe in der Aula des Stadtzürcher Schulhauses Hirschengraben sind laut einem unabhängigen Gutachten nicht als diskriminierend zu bewerten. Der Bericht empfiehlt jedoch, die Figuren in einen historischen Kontext zu stellen.
Das Gutachten regt einen «bewussten Umgang» an mit der Völkerdarstellung und gibt klare Empfehlungen ab, wie das Zürcher Schuldepartement am Freitag mitteilte. Konkret sollen die Figuren erhalten, aber durch Informationen kontextualisiert werden.
Die Stadt will diesen Empfehlungen folgen und Umsetzungsmöglichkeiten prüfen, wie sie schreibt.
Gutachten zu kolonialen Spuren im Schulhaus Hirschengraben
Auslöser für das Gutachten war der Bericht «Möglichkeiten zum Umgang mit kolonialen Spuren im Stadtraum» von 2021, der für diese Aula eine Aufarbeitung empfohlen hatte. Die acht Völkerpaare wurden 1894/95 geschaffen und symbolisieren Kulturen aus aller Welt.
Die Darstellungen seien stilistisch einheitlich, ohne karikierende Merkmale oder Hierarchisierung. Kein Paar werde gegenüber anderen hervorgehoben oder herabgesetzt, so das Gutachten.