Stadt Zürich

    Hacker erbeuten Nutzerdaten des Online-Magazins «Republik»

    Keystone-SDA
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    Zürich,

    Das Zürcher Online-Magazin «Republik» ist Opfer eines Hackerangriffs geworden. Unbekannte haben eine Sicherheitslücke in einem Analyse-Werkzeug ausgenützt. Dabei seien zwar Nutzerdaten, aber keine Kreditkarteninformationen abgeflossen, so das Magazin.

    Die Sicherheitslücke beim Online-Magazin «Republik» war seit dem 6. August bekannt. «Aber wir haben es versäumt, rechtzeitig die nötigen Gegenmassnahmen zu treffen», heisst es als Er...
    Die Sicherheitslücke beim Online-Magazin «Republik» war seit dem 6. August bekannt. «Aber wir haben es versäumt, rechtzeitig die nötigen Gegenmassnahmen zu treffen», heisst es als Er... - KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER

    Am Mittwochmorgen habe eines der Analyse-Tools nicht mehr funktioniert, hiess es am Donnerstagabend auf der Homepage der «Republik». Es sei das Ende eines unerlaubten Zugriffs gewesen, der seit August lief." Die Sicherheitslücke war seit dem 6. August bekannt, aber wir haben es versäumt, rechtzeitig die nötigen Gegenmassnahmen zu treffen«, steht dort wörtlich.

    Wer hinter dem Angriff stecke, wisse die «Republik» nicht. Vieles spreche für eine breite, automatisierte Angriffswelle. Die Angreifer hätten zuerst nach dem gesucht, was in jeder Metabase-Installation – dem Tool mit der Sicherheitslücke – stecke, etwa Zugangsdaten und Schlüssel für KI-Dienste, die sich weiterverkaufen liessen.

    Nichts deute bisher darauf hin, dass es jemand gezielt auf die «Republik» abgesehen hatte. Die Daten seien allerdings abgeflossen. Sicher abgerufen hätten die Angreifer die Angaben aller Nutzerinnen, also der aktiven Verleger, Abonnentinnen, Newsletter-Abonnentinnen und aller Ehemaligen. Die Datensätze umfassten E-Mail-Adresse, Name und, sofern diese hinterlegt worden seien, Telefonnummer, Geburtsjahr und Geschlecht. Betroffen seien also auch Menschen, die nie ein Abo hatten, sondern lediglich einen Newsletter abonnierten.

    Am Mittwoch (14. Oktober) sei Metabase abgeschaltet worden, womit die Angreifer auch ihre Zugriffsmöglichkeiten verloren hätten, schrieb die «Republik» weiter. Am Donnerstag (15. Oktober), nach Abschluss der ersten Schadensevaluation, habe die «Republik» den Vorfall dem Eidgenössischen Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragten gemeldet.

    Kommentare

    User #6539 (nicht angemeldet)

    Ich schätze, dass höchstens 10% der Daten-Klauerei überhaupt bemerkt werden. Ich schätze auch, dass es absolut keine digitale "Sicherheit" mehr gibt ...

    User #6014 (nicht angemeldet)

    Alle Daten, die gespeichert wurden, sind schutzlos den Hackern ausgeliefert. Persönliche Daten sind mittlerweile Freiwild. Gruß an die Patientenakte.

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